Bundeshandelsakademie Lustenau / A
Erweiterung und Sanierung

Öffentlicher Wettbewerb EU/CH, 1.Rang, Ausführung 2011-2015
1.+2. Etappe (Zubau und Aufstockung mit 12 Klassenzimmern) realisiert 2013-2014
3. Etappe (Sanierung Bestand) bis Herbst 2014, 4. Etappe (Turnhalle und Aussenanlagen) 2015

In Zusammenarbeit mit gbd ZT Gmbh, Dornbirn, Baumanagement und Ingenieure
Auftraggeber/Bauherr: BIG Bundesimmobiliengesellschaft Feldkirch/Wien A
Mitarbeit: Esther Elmiger, Nathalie Fritschi, Nathalie Herter

 

Die Erweiterung des Schulgebäudes integriert sich in die bestehende Anlage. Ausgangslage für den Entwurf war die ursprüngliche Erscheinung und Struktur des Gebäudes, welche so weit wie möglich erhalten werden konnte, wo nötig wiederhergestellt und in analoger Weise erweitert wurde.
Die für die zusätzlichen Räume benötigten Volumen liegen an zwei Stellen: einerseits wurde auf der nördlichen Seite ein dreigeschossiger Anbau zwischen den Westtrakt und den Turnhallentrakt gefügt. Andererseits wurde der Südtrakt um ein Geschoss aufgestockt, so dass neu das gesamte Hauptgebäude dreigeschossig ist. Beide Neubauteile haben die bestehende Gebäudestruktur und Fassadengestaltung übernommen, so dass das Ganze zu einer neuen Einheit vervollständigt werden konnte.
Die Schulanlage beinhaltet Räume für ca. 600 Schüler: 21 Klassenzimmer, 7 EDV-Räume, offene Lerninseln, div. Sonderunterrichtsräume, Bibliothek, Mensa, Aula, etc. sowie eine Turnhalle.
Die Pausenplätze wurden neu gestaltet: auf der Westseite beim Haupteingang definiert eine zentrale Baumgruppe mit Sitzgelegenheiten den Hofraum im Verhältnis zu den Gebäudefassaden, der Hecke entlang der Grundstücksgrenze und dem Fahrradpavillon, welcher erhalten bleibt. Durch das Entfernen der bestehenden Pflanztröge und einer Neugestaltung mit breiten, flachen Stufen wird der Pavillon in seiner Funktion als eine Art Eingangstor zum Schulhaus neu belebt.
Der östliche wie auch der westliche Hof werden ganz von Parkplätzen befreit. Im Gegensatz zum Eingangshof westlich bildet der östliche Pausenhof einen ruhigeren Ort. Die im Schutz der winkelförmigen Baumgruppe liegende Platzfläche ist mit Rundbänken und Platanen ausgestattet und dient als Rückzugsort und im Sommer als Ort für die Mittagspause. Der neue Speiseraum im EG hat direkten Zugang zu Aussensitzplätzen im Hof.
Das ganze Schulgebäude wird Innen und Aussen saniert und energietechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Um die architektonisch wertvolle Fassade erhalten zu können, wird eine Eigenheit des Baus genutzt: die bestehenden Holhräume unterhalb der Bodenplatte lassen ein Dämmen gegen das Erdreich zu. Zusätzlich wird die gesamte Dachfläche gedämmt und hochwertige  neue Fenster eingebaut.