Vorhänge Schulhaus Hirzenbach, Zürich-Schwamendingen

Installation mit Vorhängen für die Neubauten der Schulanlage Hirzenbach, Zürich, 2004-07
In Zusammenarbeit mit Roger Boltshauser und Hermann Fritschi, Zürich und der Fachstelle Kunst und Bau, Stadt Zürich
Auftraggeber: Stadt Zürich, Amt für Hochbauten

Ausgangslage für das Projekt war der architektonische Entwurf. Das Interesse richtete sich darauf, einen Eingriff so in die Architektur einzuflechten, dass ein symbiotisches Verhältnis entsteht. Es geht darum sogenannte „Kunst-am-Bau“ nicht im Kontrast zur Architektur zu setzen oder die Architektur zu „kommentieren“, sondern die Architektur mit ihren eigenen Mitteln zu erweitern.
Die Gestaltung der Vorhänge bezieht sich auf die Struktur der Gebäude. Analog zu den paarweise angeordneten Betonscheiben der bris-soleil wird die farbige Grundfläche der Vorhänge durch jeweils zwei weisse Streifen gegliedert. Als optisches Gegengewicht zu den vertikalen Betonstrukturen verlaufen die Streifen horizontal. Diese Anordnung ermöglicht eine „stabile“ Ordnung, in dem Sinne, dass das Öffnen und Schliessen der Vorhänge die horizontale Gliederung nicht beeinflusst. Es werden dabei lediglich die Streifen länger oder kürzer.
Die Farbauswahl besteht aus kräftigen, leuchtenden Farben, jedoch ohne dabei „Buntheit“  zu vermitteln. Es gibt keine Tonigkeit, keine tonige Abstimmung der Farbtöne zueinander. Die Farben sind strukturell und eher hart gesetzt.
Die Zuordnung der Farben erfolgte einerseits nach räumlich-farblichen andererseits nach funktionalen Kriterien, d.h. es soll das Verbindliche einer funktionalen Logik mit der Freiheit einer „malerischen“, intuitiven Logik verbunden werden. So kann eine gewisse Farbkombination in einem bestimmten Raumtyp  auftauchen und gleichzeitig aber aus strukturellen/ räumlichen Gründen in Räumen mit anderen Nutzungen wieder eingesetzt werden, d.h. es werden räumliche Bezüge geschaffen, wo keine funktionalen Bezüge herrschen und umgekehrt.